Anregungen zum LNVP 2018

Heute habe ich zwei Anmerkungen zum Landes-Nahverkehrsplan nach Potsdam geschickt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wohne in Borgsdorf, Stadt Hohen Neuendorf, Landkreis Oberhavel. Meine Vorschläge, oder besser Wünsche, beziehen sich daher auf eine bessere Anbindung der Stadt Hohen Neuendorf und der Gemeinde Birkenwerder. In beiden Orten zusammen wohnen heute etwa 35-tausend Menschen, eine weitere Zunahme ist zu erwarten. Gemeinsam wäre das nach Bernau die neuntgrößte Stadt des Landes! Zudem haben wir eine sehr große Zahl von Berlin-Pendlern.

Zwar sind die Orte mit der S-Bahn gut an Berlin angebunden. Aber wir haben keinen RE-Halt. Dabei ist dieser eine absolut unumgängliche Voraussetzung für eine schnellere Anbindung der Stadt an Berlin und den BER mit der angekündigten Linie Oranienburg – BER. Von Oranienburg zum Potsdamer Platz wird immerhin 25% der Fahrzeit gespart.  Wenn die Menschen in Hohen Neuendorf/Birkenwerder immer erst nach Oranienburg zurückfahren müssen oder erst ab Gesundbrunnen mitfahren könnten, ist der Zeitgewinn und damit der Nutzen des RE verloren. Der Ausbau des Bahnhofs Birkenwerder mit einem Regionalbahnsteig  ist darum spätestens mit dem BER überfällig!

Mein zweites Anliegen ist, die S-Bahnlinie S8 langfristig zu sichern. Würde sie durch den Nord-Süd-Tunnel nach Teltow (S25) oder Blankenfelde (S2) fahren, wäre die Linie deutlich attraktiver. Damit würden sich z.B. Überlegungen zu einem großen P+R-Platz in Schönfließ in einem anderen Licht darstellen als mit der aktuellen Unsicherheit zu dieser Linie. Perspektivisch wäre es dann auch sinnvoll, sie im Norden nach Oranienburg zu verlängern. Damit hätten wir im besten Fall von Hohen Neuendorf bis Oranienburg einen sinnvollen 10-Min-Takt. Davor muss jedoch eine Lösung für den Bahnübergang in Borgsdorf gefunden werden. Aber immerhin wäre der zweigleisige Ausbau zwischen Hohen Neuendorf und Frohnau dann nicht nötig.

Natürlich ist mir klar, dass es im Brandenburger Nahverkehr viele Baustellen und noch ganz andere, „große“ Ideen gibt.
Die hier genannten grundlegenden Maßnahmen sind jedoch besonders wichtig, um im nördlichen Berliner Umland eine zukunftsfähige Infrastruktur zu schaffen.

Mit freundlichem Gruß
Uwe Tittelbach

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